Kromer Protektor (alte Version)

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Basisdaten
Marke: Kromer
Schlosstyp: Schließzylinder mit Scheibenzuhaltungen
Anzahl und Lage der Zuhaltungen: 10 übereinander angeordnete, gefederte Scheiben, beidseitig wirkend, dazu eine federlose geteilte Zuhaltung
Funktion: Bei dieser, von Theodor Kromer 1874 patentierten Bauart handelt es sich um ein Zylinderschloß mit Scheibenzuhaltungen, die durch einen Doppelbartschlüssel bei Drehung desselben um 90° in die Öffnungsposition gebracht werden, so daß der Kern gedreht werden kann(siehe Bild).

Bei Drehung des Kerns betätigt ein an dessen Rückseite befindlicher Kurbelzapfen einen Schieber, welcher das Riegelwerk des Tresors freigibt bzw. blockiert.

Pickverhalten: Sehr schwierig, mit einem normalen Hobbschen Haken nicht möglich, da das Drehmoment über die hinterste Zuhaltung übertragen wird, welche beim Spannen blockiert, wenn sie nicht durch einen(beim Hobbschen Haken nicht vorhandenen)dem Schließbart gegenüberliegenden Ansatz am Schlüssel in der korrekten Position arretiert wird. Außerdem erschwert die sehr präzise Fertigung aller Komponenten des Zylinders das Setzen der Zuhaltungen. Desweiteren sind die Schlüsselangiffspunkte der Zuhaltungen unterschiedlich geformt, was das Justieren mit einem geraden Hebewerkzeug erschwert, der Schlüssel besitzt an diesen Stellen speziell geformte Einschnitte, was auch ein Kopieren desselben sehr schwierig macht.

Kromer Protektor (alte Version)

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Kromer key.png Schlüssel des Protektorschlosses (Quelle: Wikipedia)


Bei späteren Versionen sind auch die gefederten Zuhaltungen längs geteilt, wodurch die Zahl der möglichen Schliessungen weiter gesteigert und der Widerstand gegen Picken verbessert wurde. Weiterhin wurde durch eine spezielle Drehscheibe ein zusätzlicher Manipulationsschutz eingebaut. Das Protektorschloss ist auch heute noch eins der sichersten mechanischen Tresorschlösser.


Verfasser: Retak


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